Hinauf zum Hahnenkamm im Vorspessart – 20.10.2020

Mit 3 Autos fahren wir in Richtung Vorspessart zum dem nicht allen bekannten Ort Wasserlos. Da Hans als Copilot bei Heiner wegen eines defekten Rasenmähers ein wichtiges Telefonat führt, wird die Abfahrt verpasst und erst auf Umwegen trifft diese Automannschaft am vereinbarten Treffpunkt in Wasserlos ein. Gott sei Dank trägt der Ort seinen Namen heute zurecht, denn statt Regen empfängt uns eine verschämte Sonne, die noch hinter den Wolken hervorlugt. In einer Querstraße zur Hahnenkammstraße finden wir alle einen Parkplatz. Um 10.15 Uhr sind wir dann starbereit für die heutige Wanderung. Vor einem schönen Motiv machen wir coronabedingt mit dem entsprechenden Abstand das obligatorische Gruppenfoto.

Von hier aus geht es stetig bergauf an einem mächtigen Ahornbaum vorbei.

Wir passieren ein in den Weinbergen hoch oben gelegenes großes Hotel, das seine besten Tage schon lange hinter sich hat (Uwe war vor vielen Jahre mal immer wieder dort gewesen). Zu unserem Erstaunen hängen an den Reben noch etliche dunkle Weintrauben. Wir rätseln, ob die wohl vergessen wurden oder noch für eine Spätlese hängen bleiben sollen.

Kurze Zeit danach werden wir vor dem Betreten des Spessartwaldes durch ein Schild gewarnt:

Aber Karl ist mutig und geht entschlossen auf dem Steinkopfweg hier am Wasserloser Hennberg (zur der Stadt Alzenau gehörend) voran, natürlich immer mal wieder den Blick nach oben gerichtet.

Eine kleine Trinkpause an der Kreuzung, die uns die Richtung zum Siebenwege Anschl. weist.

Allmählich steigt der Waldweg durch den dichten und noch sehr grünen Laubwald an. Eine Fotopause wird deshalb dankbar angenommen.

Damit wir es nicht zu gemütlich haben, hat Karl dafür gesorgt, dass einige Bäume quer über dem Weg liegen, die wir übersteigen oder umgehen müssen.

Jetzt haben wir uns wieder eine Trinkpause verdient, zumal wir inzwischen von 170 m (Ausgangshöhe) auf 352 m gestiegen sind.

Doch bis zum Mittagsrast dauert es noch. Karl hat hierfür ein herrliches Fleckchen mit allerdings nur einer Bank ausgesucht. Der Blick über die Spessarthöhen und die wärmende Sonne entschädigen uns reichlich.

Wir folgen – auch wenn wir keine Pilger sind – nun dem Fränkischen Marienweg und dem mit einem Wildschwein gekennzeichneten breiten Wanderweg, den wir mit etlichen anderen Wanderern und Mountainbiker teilen. Insbesondere die Mountainbiker rasen mit z.T. abenteuerlicher Geschwindigkeit auf hochgerüsteten Rädern an uns vorbei.

Oberhalb des Ortes Hemsbach (zum Markt Mömbris gehörend im Landkreis Aschaffenburg) stimmt uns Karl auf einen steilen Aufstieg ein. Er hat inzwischen auch seinen Hut mit einer Mütze getauscht und sich wohlweislich seiner Jacke entledigt.

Was jetzt kommt fordert von uns alles ab. Ein wirklich steiler Pfad (eine Abkürzung, für die wir uns einstimmig entschieden haben) führt hinauf zum Grat des Hahnenkamms.

Wir meinen, die Steigung will kein Ende nehmen; doch alle erreichen zwar ausgepumpt aber froh die ersehnte Höhe. Natürlich muss dies in einem Foto festgehalten werden (Karl hat schon wieder seine Kopfbedeckung gewechselt).

Von hier oben können wir sogar bis zum Kohlekraftwerk in Großostheim sehen (auf dem Foto die weißen Kühltürme). Eine Info-Tafel klärt über Historisches und Geologisches des Hahnenkamms auf. Der naheliegende Ludwigsturm wurde zur Erinnerung an den Besuch König Ludwigs I. im Jahr 1840 am 9. September 1880 eingeweiht. Von hier konnte man damals in 9 verschiedene Länder blicken: Bayern, Baden, Darmstadt, Kurhessen, Nassau, Hessen-Homburg, Frankfurt sowie die Grenzgebiete von Frankreich und die preußischen Rheinprovinzen. Nur gut, dass diese Kleinstaaterei vorbei ist.

Der Hahnenkamm ist mit 437 m die höchste Erhebung des Vorspessarts und beherbergt einen Berggasthof mit gleichem Namen, wo Karl einen Tisch für uns draußen reserviert hat.

Bei deftigen Speisen und guten Getränken mit von Uwe organisierten Sitzkissen lässt es sich gut aushalten. Allerding bemängelt Karl zurecht, dass keine Weine aus der hiesigen Region angeboten werden (wahrscheinlich zu teuer). Trotz oder gerade wegen des spätherbstlichen Wetters gesellen sich einige Wespen zu uns. Eine besonders kecke, fällt in das Bierglas von Hans. Doch der rettet die Wespe, worauf sie mehrere Runden auf seinem Glas dreht, bevor sie erneut hineinfällt und von Hans nach nochmaliger Rettung endlich in die Freiheit befördert wird.

Einem steilen Aufstieg folgt nun ein noch steilerer und längerer Abstieg, der ordentlich in die Oberschenkel und Knie geht. Aber wir kommen alle heil und sicher unten und bei unseren Autos an.

Insgesamt legen wir gut 11 km zurück. Manch einem kam es wegen der zeitweiligen Anstrengungen sicherlich viel länger vor. Das Höhenprofil beweist aber wie ausgeglichen die Wandertour ist: bergauf 350 m und bergab 340 m.

Herzlichen Dank an Karl für diese Oktoberwanderung durch den herbstlich verfärbten Vorspessart.

Heiner

Text: Heiner

Fotos: Heiner

Rund um Breckenheim – 13.10.2020

Corona-bedingt treffen sich 6 Mitglieder der Wandergruppe um 10.00 Uhr am Spielplatz Breckenheimer Weg, um die noch teilweise unbekannten Pfade rund um Breckenheim zu erwandern (Dieter mit neuen Wanderschuhen).

Der Tag verspricht Kühle und Nebel und etwas Sonne, also ideales Wanderwetter. Die von Karl ausgesuchte Route führt uns zunächst über den Breckenheimer Weg hinein nach Breckenheim. Doch wer Breckenheim kennt, weiß, dass sich dieser Vorort bis in die umliegenden Hügel erstreckt und deshalb geht es auch gleich aufwärts, wodurch wir auf Wandertemperatur kommen. Leider verhindert der Nebel die Sicht nach Nordenstadt bzw. zur Pfalz, was insbesondere natürlich Fritz bedauert.

Durch Wiesen und Felder, vorbei an einem eigens für Schwalben errichteten Vogelhaus

biegen wir ostwärts ab immer am Waldrand entlang. Zwischendurch erklärt uns Karl die Gegend und die Ziele (das ist der kulturell-geographische Teil der Wanderung).

Ein wunderschöner Beerenstrauch lädt uns zum Verweilen ein.

Hier zeigt sich der beginnende Herbst von seiner farbenprächtigen Seite.

Inzwischen ist es Zeit für eine Rast. Mitten im Streuobstgebiet hat Karl hier eine Bank reserviert. Allerdings reicht sie nur zur Ablage der Rucksäcke.

Bevor die Kühle in unsere Knochen kriecht, wandern wir deshalb weiter nach Osten.

Wir betreten aber nicht verbotene Pfade, sondern den Stadtwald von Hofheim mit dem großen Hinweisschild, wonach Müll wegwerfen verboten ist (eigentlich eine Selbstverständlichkeit, an die wir uns strikt halten).

Der Bauwaldweg führt schnurgerade durch den Stadtwald.

Am „roten Hohlchen“ vorbei machen wir noch einen kurzen Fotostopp im Herbstwald.

Als wir den Wald Richtung Breckenheim verlassen und mit der nötigen Vorsicht die Straße nach Langehain überqueren, lugt die Sonne langsam durch den Nebel. Dadurch gewährt sie uns den Blick ins nun nicht mehr so ferne Nordenstadt.

Die Kirche und der Breckenheimer Weg sind von den Hügeln Breckenheims aus deutlich zu erkennen.

Wir durchqueren den Pfingstborn und wollen eigentlich noch einen Abstecher zu Wolfgang machen. Aber der hat die Handwerker, so dass wir seine Einladung zur Besichtigung der Garage verschieben. Bevor wir den durch Breckenheim fließenden Klingenbach überqueren (Karl füllt bei einigen diese Wissenslücke), interessieren wir uns noch lebhaft für eine rote „Ente“, die allerdings wegen der verschiedenen Chromzusätze nicht mehr original ist.

In der Gemarkung von Nordenstadt (unter der A 3 -Brücke durch) gönnen wir uns noch eine kurze Rast in der nun endlich die Oberhand gewinnenden Sonne, bevor wir den letzten Kilometer in Angriff nehmen.

Nachdem wir den bergauf führenden Breckenheimer Weg geschafft haben, beenden wir die erlebnisreiche Wanderung gegen 15.00 Uhr beim Scholzenhof.

Insgesamt sind wir gut 15 km gewandert. Das Höhenprofil zeigt bergauf und bergab 200 m, also eine wirklich ausgeglichene Tour.

Herzlichen Dank an Karl für diese Oktoberwanderung in heimatlichen Gefilden.

Heiner

Text: Heiner

Fotos: Heiner

Hier noch zwei herbstliche Impressionen von der Wanderung, gesehen und festgehalten von Karl dem Vorwanderer:

Zum Schluss noch eine Anmerkung von Heinz: Ich hoffe, dass die Nisthilfen für die Schwalben inzwischen gut angenommen worden sind. Als wir im Juni 2016 an dem Vogelhaus vorbei gingen, war es noch in der Bauphase.

Wanderung im Odenwald am 15.9.2020

Auf vielfachen Wunsch hat Karl den nordöstlichen Odenwald als Wandergebiet ausgewählt. Unser Ausgangspunkt ist der Parkplatz vom Bioweingut Gunther mit Gutsausschank in Großwallstadt. Nach einem Rundweg werden wir uns wie immer pünktlich um 15:00 Uhr hier gemeinsam stärken.

Unsere Gruppe hatte Karl um zwei Gäste verstärkt – mit Karl aus Nordenstadt und Udo, der Einblicke in seine Heimat gegeben hat.

Es waren heiße Temperaturen zu erwarten. Hans hat im Voraus allen per E-Mail angekündigt, dass er in weiser Voraussicht in kurzen Hosen kommt. Karl hat wegen der zu erwartenden Sonneneinstrahlung eine Route gewählt, die durch viel Wald führt.

In Erinnerung an die lehrreiche und wunderschöne Wanderung durch Breckenheims Fluren am 2. September, starteten wir auch hier durch einen Weinberg. Die nächsten Kilometer ging es nicht sehr steil, aber immer aufwärts.

Gut geschützte Ameisenhaufen am Waldrand erfreuen unsere Botaniker.

Aber wir wandern nicht nur; wie immer steht auf dem Plan Heimatkunde und Geschichte. Karl zeigte uns die Ortschaft Mömlingen und in der Ferne die um 1200 begonnene Burg Breuberg. Hans berichtete kompetent über die Geschichte der Franken.

Die ersehnte Mittagsrast verbrachten wir um eine Schutzhütte sitzend. Gut gestärkt nahmen wir noch eine Ruhepause auf einer Gruppenbank, um uns auf den Abstieg zum Gutsausschank vorzubereiten.

Unterwegs konnten wir nach dem idyllischen Blick auf Mömlingen in der Ferne hinter einem Weinberg die Industrielandschaft um Aschaffenburg herum sehen – welch ein Kontrast.

Udo führte uns in die fränkische Küche ein – Schäufele – sieht wirklich lecker aus. Bavaria Weißbier hat uns sehr gut gemundet.

Herzlichen Dank an Karl für die Organisation und Führung durch den Odenwald. Ca. 14 km waren eine gute Wahl unter Berücksichtigung der hohen Temperatur über 30 Grad.

  • Text und Fotos: Wolfgang P.

Männerwanderung am 18.08.2020 – Im Odenwald, wo die Fürsten lagerten

Nach fast genau 60 Km fahren wir mit 4 Autos durch Bensheim Auerbach und treffen uns am Parkplatz Herrenwingert, dem Ausgang unserer heutigen Wanderroute durch den Odenwald. Bei angenehmen Temperaturen, sonnig, wolkig, hatte Karl eine Route ausgesucht, die zu 90% durch schattenspendendes Waldgebiet führt und keine Steilanstiege beinhalten sollte.

Viele markierte Wege durchqueren den Odenwald, u.a. der Alemannenweg, der Vier-Länder-Weg, der Weitwanderweg Odenwald-Vogesen, der Jugendwanderweg, der Pilgerweg Camino Incluso und der Nibelungensteig. Alle diese Wege haben uns ein Stück begleitet und uns ihre Geschichte und Kultur nahegebracht.

Der Pilgerweg Camino Inclusio hat als Zeichen den Wanderbeutel der Pilger, die früher (vielleicht auch heute noch) ihre ganze Habe in einem solchen Beutel getragen haben.

Karl und Hans erklären unterwegs immer wieder die Sehenswürdigkeiten und damit verbundene Geschichten, die die Wanderung zu einem kulturellen Erlebnis werden lassen.

Nach einem kurzen Anstieg erreichen wir die Kreuzung an der Hermann Schäfer Eiche, von der wir einen herrlichen Rundblick haben.

Kurze Zeit später öffnet sich der Wald und vor uns liegt eine neuangelegte Kultstätte, die zunächst wie eine altgermanische Thingstätte anmutet. Tatsächlich ist es aber ein Friedensmal entlang des Europäischen Fernwanderwegs E8 (Irland-Rhein-Main-Donau-Karpaten, ca. 4.300 Km), der an die deutsch-jüdische Kultur erinnert und darauf hinweist, dass Jerusalem 3000 Km entfernt liegt.

In der Mitte des Friedensmals der mit heimischem Marmor ausgeschmückte Davidstern. Fritz kniet nur deshalb, damit der Größenvergleich erkennbar ist.

Unsere Route führt uns weiter Richtung Felsenmeer zum Selterswasserhäuschen, wo wir natürlich unsere erste Trinkpause einlegen. Allerdings gibt es hier leider keinen Ausschank, so dass wir auf unsere eigenen Reserven zurückgreifen müssen.

Da es lange nicht mehr anhaltend geregnet hat, werfen die Bäume schon jetzt ihre Blätter ab und verkünden den nahenden Herbst.

Dass das Felsenmeer nicht mehr weit ist, können wir an den vielen Steinbrocken erkennen, die links und rechts des Weges liegen. Fritz zeigt, dass er mit seinen neuen Wanderschuhen auch in diesem Gelände einen guten Halt hat.

Ein besonders schönes Exemplar nutzt Hans als Sitzplatz zum Ausruhen. Denn –wie er mehrfach betont – wird er in 7 Jahren bereits 80 Jahre alt und muss sich schon jetzt schonen.

Wir folgen dem Nibelungensteig Richtung Felsberg immer bergauf und erreichen mit 458 m ü NN den höchsten Punkt unserer Wanderung.

Es geht wieder bergab durch den noch dicht und mit grünem Laub umgebenen Waldpfad, an dem uns eine bereits verblühte Fingerhut-Kerze zuzuwinken scheint.

Der Wald öffnet sich zu einem schönen Wiesental, das auf halber Strecke mit einem Rastplatz oberhalb des Dörfchens Balkhausen zur Vesper geradezu einlädt. Dem können wir natürlich nicht widerstehen und machen hier unsere Mittagspause. Gott sei Dank sind wir früh genug, damit eine kurz nach uns eintreffende Damenwandergruppe diesen von Karl extra für uns reservierten Platz nicht besetzen kann.

Eine der zahlreichen Wespen, die sich sofort zu uns gesellen, mag Karl besonders gern, weshalb er immer wieder vom Tisch flüchtet und die Wespe hinter ihm her.

Gut gestärkt wandern wir weiter bergab (das bedeutet es geht auch danach wieder bergauf). Der nahe Melibokus (517 m ü NN) grüßt uns mit seinem Sendemast (im Foto links oben). Hans erklärt, dass der Name Melibokus aus der Römerzeit stammt und damals Mons Malscus hieß (weitere Infos vgl. Wikipedia).

Impressionen vom Odenwald, der mit seinen Hügeln und Tälern z.T. an die Rhön erinnert.

Aus dem Tal heraus geht es wieder hinauf Richtung Fürstenlager, das noch gut 6 Km entfernt liegt. An der bedeutenden Kreuzung „Am Schlief“ (334 m ü NN) halten wir kurz inne und hören die Geschichte vom barmherzigen Martin. Unser Martin Geibel hatte vor einem guten Jahr auf seiner Wanderung mit Karl einem verdurstenden Radfahrer sein letztes Wasser gegeben. Dieser nahm dankend an, fuhr anschließend weiter zum Melibokus und ward nicht mehr gesehen.

Ein breiter Weg führt uns hinab zum Fürstenlager, natürlich immer in gebührendem Abstand wegen Corona.

An der Hecke entlang geht es nach links diekt ins Fürstenlager hinein; gerade aus die Straße zum 3 Km entfernten Bensheimer Stadtteil Auerbach.Ein Schild weist ebenfalls nach links den Weg zum Goethe-Brunnen. Ob dort Goethe mal aus dieser Quelle getrunken hat, ist mir nicht bekannt. Hier im um 1790 von den Landgrafen und Großherzögen von Hessen Darmstadt als Sommerresidenz errichteten Fürstenlager soll neben Politik auch sonstige Lustbarkeit gemacht worden sein.

Informationstafeln erzählen die Geschichte des Auerbacher Marmors, der vor 390 Millionen Jahren gebildet wurde.

Nur kurz schweift unser Blick über die historischen Gebäude, die durch moderne Gebäude erweitert wurden.

Dann führt uns der Weg wieder hinauf zu einer für mich nicht erwarteten Kapelle mitten im Wald, die Rindenkapelle. Die Mauern der Kapelle sind ganz mit Rindenholz verkleidet. Ein Rieddach mit Glockenturm macht die Kapelle zu einem besonderen Schmuckstück. Leider sind Fenster und Türen geschlossen, so dass ich mir vorgenommen habe, nochmals herzukommen, wenn sie offen ist.

Nun ist es nicht mehr allzu weit bis zum Parkplatz. Von der schon auf dem Hinweg passierten Hermann Schäfer Eiche können wir noch einen Blick auf die im Wald liegende Rindenkapelle werfen.

Am Parkplatz entledigen sich einige von uns der Wanderschuhe und tauschen sie gegen leichtere Sandalen. Das Kirchberghäuschen, das Karl für die Endrast ausgesucht hat, ist einen guten Km vom Parkplatz entfernt. Es ist nur zu Fuß zu erreichen, aber lohnt dorthin zu wandern. Denn die Aussicht über das ganze Rheintal ist gewaltig. Nach dieser Wanderung und dem sonnigen Wetter ist die von Wolfgang gespendete Runde schnell getrunken. Etwas störend sind nur die zahlreichen Wespen, die sich natürlich sofort auf unser Essen und Trinken stürzen.

Die Hygienevorschriften mit Anmeldung und Abstandhaltung bei der Selbstbedienung werden hier streng eingehalten; Maskenpflicht ist nur am Sitzplatz nicht erforderlich.

Ganz ohne Gepäck mit leichtem Schuhwerk und gut gestärkt ist der Weg vom Kirchberghäuschen zum Parkplatz reine Erholung.

Herzlichen Dank an Karl für die Organisation und Führung durch den Odenwald, der sich von seiner besten Seite gezeigt. Insgesamt sind wir rd. 17 Km (einschließlich Hin- und Rückweg zum Kirchberghäuschen) gewandert. Dabei haben wir 410 m bergauf und bergab bewältigt, also eine wirklich ausgeglichene Strecke, die Karl dankenswerterweise für uns ausgesucht hat.

Heiner

Text: Heiner

Fotos: Heiner und Wolfgang

AUSNAHME – Impressionen von einer „Kurzwanderung“

Einmal bis zum Erbsenacker und zurück = 20 Kilometer

Screenshot_20200804-202836_adidas Running

Inklusive  aufgelassenem Steinbruch bei Erbsenacker, heute „Schwarze Steinkaut“ genanntes Naturdenkmal:

20200804_111421

Zugang über eine hohle Gasse, die zwei Mitwanderer veranlasste, eine Szene aus einem bekannten Drama Friedrich von Schillers nachzustellen:

20200804_111544

Karl als Wilhelm Tell mit Apfel auf dem Kopf, Hans als Tyrann Gessler mit imaginärer Armbrust.

Wandern zur Coronazeit unter Einhaltung der Abstandsregel:20200804_120239

Durch Alsbachtal und durchs Tal des renaturierten Wickerbachs, vorbei an der Auringer Mühle zur einer Bank, nach Aussage unseres Experten aufgestellt für ein altes Ehepaar. Die Szene einer Ehe stellten Hans und Fritz dar.

20200804_124015

Vorbei auch an einer Familie Lakenvelder Rinder*:

20200804_124912

Und auch im Tunnel in der Nähe der Hockenberger Mühle wurde Abstand gewahrt.

20200804_130204

Zum Schluss noch ein Geheimtipp: In vier Wochen können wir Kürbisse ernten:

20200804_133938

(* zur ersten Bestimmung unbekannter Tiere uns Pflanzen, die ich mit dem Smartphon fotografiere, verwende ich seit Kurzem Google Lens. Darauf kann man sich zwar nicht immer verlassen, aber oftmals bringt es das richtige Ergebnis, wie auch auf dem nächsten Foto, dass ich während der Wanderung gemacht habe. Die App identifiziert das Insekt als Hornisse und zeigt dazu ähnliche Fotos. Ich habe es dann anschließend durch den Vergleich mit anderen Fotos verifiziert.)

 

In der Überschrift als AUSNAHME gekennzeichnet, weil es üblicherweise von diesen Wanderungen keinen Bericht auf diesem Blog gibt.

 

 

 

 

 

Männerwanderung am 21.07.2020 —— Wo die Wisper entspringt und fließt

Erneut hat Karl den Wispertaunus als Wandergebiet ausgewählt. Unser Ausgangspunkt ist der Parkplatz Teufelsheck, auf dem wir 5 Wanderer uns für das obligatorische Anfangsfoto aufstellen.

123

Auf der Karte des uns schon bekannten Wisper Trails (vgl. Wanderung am 23.06.2020) zeigt uns Karl die Wanderroute mit der Bemerkung, dass es nur immer bergab geht. Das macht uns zurecht stutzig, denn dort sind auch einige Höhen eingezeichnet. Wir befinden uns hier übrigens im Wisper Outback.

4

Diesen Ausdruck kenne ich als Australienreisender eigentlich nur von Australien und bin schon gespannt auf das, was uns erwartet. Karl hat in weiser Voraussicht wegen der zu erwartenden Sonneneinstrahlung verbunden mit entsprechenden Temperaturen eine Route gewählt, die durch viel Wald – oder was davon noch übrig ist – führt.

5

Im neuen leuchtend roten Rucksack marschiert Karl vorweg.

6

Aber wir wandern nicht nur; wie immer steht auf dem Plan natürlich auch Heimatkunde. Karl erläutert gerade, dass wir vorne die Ortschaft Watzelhain und in der Ferne jenseits des Rheintales Rheinland-Pfalz sehen können, was besonders Fritz erfreut.

7

Wenig erfreulich ist der Anblick auf die toten Fichten, von denen wir später noch viel mehr sehen werden.

9

Steil führt uns der Wisper Trail bergab durch sonnendurchfluteten Mischwald.

Die Stufen stürmt Karl als erster hinab zum kleinen Bach – ist das etwa die Wisper? – den wir mit Leichtigkeit überqueren. Nach diesem Abstieg kommt nun endlich der befürchtete Aufstieg. Doch wir sind Gott sei Dank noch frisch und bewältigen die Strecke mit Bravour.

Das nächste Ziel ist der Parkplatz Geisberg. Hier hängt noch neben der Neuen Wisper Trail-Fahne die alte Wanderkarte mit Vorschlägen für Rund-Wanderwege. Nach einer kurzen Trinkpause, die wir uns nach dem Aufstieg verdient haben, überqueren wir die Springener Straße, die von Springen nach Kemel, unserem nächsten Ziel, führt. Die Frage kam auf, ob Kemel noch in Hessen oder schon in Rheinland-Pfalz liegt. Aber wir wurden aufgeklärt, Kemel gehört zu Hessen.

12

Nun erleben wir hautnah, wie unterschiedlich die Natur sich hier präsentiert. Links des Weges tote Fichten und rechts davon grüner Mischwald mit herrlich blühenden aber giftigen Fingerhüten. Diese Pflanzengattung gehört zur Familie der Wegerichgewächse und ist in Europa, Nordafrika und Asien verbreitet.

1314

Natürlich geht es auch hier stetig bergauf Richtung Kemel, das nur noch gut 2 Km entfernt liegt.

15

Unterwegs treffen wir auf eine Herde dieser beige-weißen Rinderrasse.

16

Die ersehnte Mittagsrastpause machen wir nach einem erneuten Abstieg bei der 1 Km entfernten Wisperquelle, auf die nur ein dunkles Holzbrett hinweist.

17

Dass dieses Bächlein einer ganzen Region ihren Namen gibt, hat uns schon überrascht.

18

Aber dort im Schatten der Bäume lassen wir uns die Brotzeit munden. Dabei drehen sich unsere Gespräche um Erlebnisse aus der frühen Schulzeit, in der die Lehrer noch tatsächlich mit Schlägen nicht sparten. Wie wir auf dieses Thema gekommen sind, keine Ahnung.

19

Wir wandern weiter und plötzlich bleibt Karl vor einem Hochsitz stehen. Dort oben hat er erst vor kurzem gesessen als er mit seiner Frau eine Wanderung gemacht hat. Flugs wird ein Foto geschossen und nach Hause geschickt.

Kemel ist nun nicht mehr weit. Die Gemeinde hat hier unterhalb des Sportplatzes im Wald ein sehenswertes Biotop mit Erlebnispfad eingerichtet, das insbesondere Schulkinder an die Natur heranführen soll.

20

Auf schmalen Holzstegen durch naturbelassene Blumenwiesen

21

betreten wir den Pfad der Sinne,

22

vorbei an Infotafeln und dem Dachsbau, durch den sich von uns aber keiner durchquetschen möchte.

23Den Aubachtalsee lassen wir links liegen und bewältigen dann den langen und z.T. steilen Aufstieg durch die Schieferfelsen zum sog. Taunusblick.

24Von hier haben wir tatsächlich einen herrlichen Rundblick über den Taunus bis zum großen Feldberg.

Jetzt sind es nur noch knapp 1000 m bis zum Parkplatz Teufelsheck, wo wir unsere Autos nach unversehrt wieder vorfinden und nach einer kurvenreichen Abfahrt auf dem Parkplatz in Eltville landen.

Karl hatte erneut im Gelben Haus in Eltville einen Tisch reservieren lassen, wo uns Hans schon freudig empfing, der wegen eines unaufschiebbaren Arzttermins nicht an der Wanderung teilnehmen konnte.

Herzlichen Dank an Karl für diese ca. 15 km lange und abwechslungsreiche Tour auf dem Wisper Trail. Insgesamt zeigt das Höhenprofil 360 m auf- und 350 m abwärts, also fast ausgeglichen. Sicherlich werden wir nicht zum letzten Mal eine Route des Wisper Trails gewandert sein, insbesondere wenn uns das Wetter so hold ist.

Heiner

Text: Heiner

Fotos: Heiner und Wolfgang

 

 

 

Männerwanderung am 23.06.2020 – – – Rund um Presberg, auf der Via Monte Preso – Wisper Trail

Corona-bedingt treffen sich 7 Mitglieder der Wandergruppe mit 4 Autos an der Ev. Kirche in Nordenstadt, 3 weitere fahren zum Ausgangsparkplatz (auf der Karte markiert).

1

Dort begrüßen wir auch unser neustes Wandermitglied Holger —-. Nachdem uns Karl nochmals eindringlich auf die wegen Corona notwendigen Abstandsregeln einschwört und die heutige Wanderroute erläutert, laufen wir nach dem obligatorischen Gruppenfoto (Dieter und Jürgen halten sich lieber im Schatten auf) bei sommerlichen Temperaturen pünktlich um 10.00 Uhr los.

2

Wegweiser ist das blaue Hinweisschild „Wisper Trails“, überall gut sichtbar angebracht.

3

Karl hatte in weiser Voraussicht diese Route gewählt, die uns häufig durch schattigen Wald führt und so sehr angenehm zu wandern ist. Dabei achten wir immer auf eine gewisse Abstandhaltung.

4

5

Trinkpausen sind bei diesen Temperaturen besonders wichtig.

6

Das Gatter hält uns nicht auf. Ist auch wohl nur für Rindviecher gedacht.

7

Unser nächstes Ziel: die sog. Rheingauer Alp ist nur noch gut 4 Km entfernt.

8

Doch zuvor ein mühsamer Anstieg durch offenes Gelände. Da ist eine Trinkpause Pflicht. Hans hat wie immer eine Bank erspäht und auch gleich besetzt.

9

Der schon etwas bemooste Stein weist den Wanderfreund darauf hin, dass er sich hier in Höhe von 381 m auf der Rheingauer Alp befindet.

10

Von dort haben wir einen herrlichen Blick über die Taunusberge und nach Presberg sowie auf die andere Rheinseite, sehr zur Freude von Fritz und Jürgen.

11

Unsere Essensrast hat Karl erst am Kerzekopf geplant, wo in über 400 m eine Hütte und ausreichend Bänke zur Verfügung stehen.

In der Hütte, die gegen die Sonne schützt, wollen nur Fritz, die beiden Wolfgangs und Jürgen unterschlupfen. Hier hatte zuvor in der Feuerstelle offensichtlich ein Pferd sich wohlgefühlt und seine Pferdeäpfel dort zielgerecht entladen.

12

Alle anderen suchen Schutz unter einem Baum

13

Gut gestärkt geht es steil hinab Richtung Presberg. Wolfgang und Hans heben freundlicherweise mit erstaunlicher Muskelkraft die eiserne Sperre hoch, so dass wir uns nicht bücken müssen.

14

Kurz vor dem letzten Anstieg zum Parkplatz noch eine kurze Rast. Die Bemerkung von einem (wer war das wohl?), dass Dieter und Hans dort wie Ernie und Bert (Sesamstraße) sitzen, ist natürlich völlig unangemessen.

15

Karl hat für 10 Personen im Gelben Haus in Eltville reservieren lassen. Mit Mundschutz, wie es sich gehört, laufen wir nach der gut 12 Km langen Wandertour dort ein und genießen die Aussicht bei kühlen Getränken und gutem Essen. Selbstverständlich haben alle ihren Namen und die Anschrift auf den vorbereiteten Zetteln hinterlassen. Was das Gasthaus damit wohl macht?

16

17

Herzlichen Dank an Karl für diese erlebnisreiche Wanderstrecke bei herrlichem Sommerwetter und perfekter Organisation.

Heiner

Text: Heiner

Fotos: Heiner

Im Nachwehen von Victoria durch den Regionalpark RheinMain – Wanderung vom 18.02.2020

Sturmfestigkeit war auf unserer Wanderung im Februar im Regionalpark RheinMain nicht erforderlich, allerdings wehte noch als Nachwehe(n) des Sturmtiefs Victoria ein kräftiger Wind. Und wegen Sabine, die einige Tage zuvor über unser Terrain fegte, waren wir uns nicht sicher, ob wir in den Wäldern vor umfallenden Bäumen sicher waren.

Und so führte uns Karl über die Felder, durch die Auen von Wickerbach und Käsbach im Regionalpark Richtung Domäne Mechtildshausen, teilweise auf dem Weinerlebnisweg von Massenheim, vorbei an Wicker. Vorbei auch an diversen Punkten wie dem Weidenpavillon bei Massenheim, der von nun an von mir als Brunz-Box bezeichnet wird.

Danach ging es an der Streuobstwiese bei Massenheim auf den Weinerlebnisweg.

Ob wir nun auf Hochheimer Gebiet – Wohnort von Hans – oder sonstwo waren, wurde an diesem Tag eines der tragenden Themen der Wanderung. Ebenso wann das eine oder andere Kaff am Main in welchem Jahrhundert zu welchem -tum, Reich oder Kleinstaat gehörte, bewegte die Gemüter von Hans und insbesondere von Wolfgang N.. Die zeitliche und politische Zuordnung wurde dem Vernehmen nach geklärt. Geklärt wurde ebenso wo der Wickerbach entspringt und der Main in den Bach fließt.

Historisches stand stellenweise im Vordergrund, bis wir an der Wiesenmühle und der Deponie vorbei waren und zur Überraschung aller, jedoch von Karl geplant, in der Vinothek des Weinguts Schreiber einkehrten und einige Weine probierten und uns dabei Themen des Weinbaus und der Kelterei zuwandten. (Dank an dieser Stelle an die edlen Spender).

 

Gut geölt durch die kleine Weinprobe, wanderten wir vorbei am Hochheimer Spielpark. VORBEI, da niemand die Tarzanschaukel oder andere Geräte ausprobieren wollte, kamen so – vom Wind nicht verweht jedoch zerzaust – in der Weinstube der Domäne nach 17 Kilometern Wanderung an. Nach einer angemessenen Tafelei nahmen 7 der ursprünglich 9 Wanderen den weg und die restlichen Kilometer nach Nordenstadt wieder auf. Die beiden anderen Wanderer bevorzugten den Bustransfer. Unbeschadet von Spätfolgen durch Sabine und dem Nachwehen von Victoria trafen wir schließlich in unseren sturmfreien Stuben wieder ein.

Fotos: Heiner, Heinz

Text: Heinz

Raureif und Sonne auf dem „Überhöhischen“ im „Nassauischen Allgäu“

Es gibt seltsame Namen für Wanderwege im Wispertaunus. Einer davon ist der im letzten Jahr angelegte Wisper Trail „Der Überhöhische“. Auf einer Tafel am Startpunkt in Hausen vor der Höhe ist die Erklärung zu lesen.

IMG_9675-001

Und da es offensichtlich nicht ausreicht, Wanderer mit Premiumwegen anzulocken, die hier Wisper Trails genannt werden, gibt es seit letztem Jahr eine Initiative namens „Nassauisches Allgäu“, die das gleiche Ziel verfolgt und Wanderkarten an den Wandertafeln dieses Wanderparadieses auslegt. „Die Wortschöpfung mit der Anmutung von Wiesen und Gebirge habe sich im Gespräch mit dem Fischbacher Wirt Bernd van Zanten ergeben“, sagt einer der Initiatoren. Diese Anmutung sollten wir auf der diesjährigen Januarwanderung zwischen Raureif und Sonne erleben.

Doch zurück auf „Start“: Zuerst zeigte uns Karl an der Tafel am Bürgerhaus in Hausen vor der Höhe die geplante Route für den heutigen Tag.

P1150920

Der rechte Trail, „Der Überhöhische“ war das Ziel:

P1150921

Wir starten jedoch nicht an diesem Ort, sondern fuhren einige hundert Meter zum nördlichen Ortsrand, Ausgangspunkt der Wanderung vom Februar 2018, der Wanderung mit der Schlange und dem Fisch.

Gewandert wurde die Route im Uhrzeigersinn und schon nach kurzer Zeit fand Heiner einen Pfahl, auf dem er den Fotoapparat zwecks Gruppenfoto platzieren konnte.

P1150922

Hier zeigt es sich bereits: überwiegend gut bemützt, die Brillengläser durch die Sonne zu Sonnenschutzgläsern eingefärbt, eroberten wir diesen überhöhischen Teil des Nassauischen Allgäus. Dabei konnten wir den Wald oder das was er einmal war vor lauter vertrockneten durch Sturm umgewehten Fichten tatsächlich sehen.

IMG_9683

IMG_6031

 

20200117_123301-001

Nach dem Wald liefen wir über Wiesen, …..

IMG_9701

….. erreichten den Fischbacher Sauerbborn – ursprünglich anvisierter Rastplatz, der noch voll im Schatten lag.

IMG_9703

Ein kurzer Halt wurde dennoch eingelegt, um sich über Bedeutung und Nutzen des Brunnens zu informieren.

20200117_13431820200117_134233

Heiner erklärte sich als Einziger (!) bereit, das Quellwasser zu testen ………..

IMG_9708

……. und machte gute Miene zum schwefligen Geschmack:

IMG_6039

Karl hatte indes auf der anderen Seite des Baches eine Bank im Sonnenschein entdeckt. Dort legten wir die Rucksäcke auf die Sitzgelegenheit, packten unsere Stullen aus, Fritz verzehrte seine obligatorische Banane und Dieter schälte mit dem Schweizer Offiziersmesser einen Apfel.

P1150944

Kleine Trinkpause mit herrlicher Aussicht mal zwischendurch:

IMG_9718

20200121_100821-003

Eine zweite Rast wurde an der Wassertretanlage Fortelbach eingelegt.

P1150951

Von dort war es nicht mehr weit zu unserem Ausgangspunkt in der Sonnenstraße. Per Auto chauffierten uns Dieter und Heiner sicher an Rastplatz Nr.3 des Tages: Weinhaus Sinz in Frauenstein.

P1150957

Was dort im Weinhaus abging, faßte Karl in einer Mail so zusammen: „Gestern war es für mich wieder mal ein Genuß mit Euch wandern zu dürfen bei tollem Wetter und sehr guter Stimmung beim Abschluß – ich bin gespannt, wer demnächst über die Gründung seiner Stiftung oder Genossenschaft berichten wird.“ (Dem ist nichts hinzuzufügen.)

– – – O – – –

Wie üblich liefen wir nicht stur auf der ausgeschilderten Route. Mit einigen kleinen Schlenkern und auch Abkürzungen legten wir 13 Kilometer mit 400 Höhenmeter zurück.

Screenshot_20200121-151147_adidas Running

– – – O – – –

Fotos: Heiner, Wolfgang und Heinz, Text: Heinz

 

 

 

 

Auf der Di·ret·tis·si·ma zum Sternschnuppenmarkt

Den weisen Spruch von Konfuzius und Leitspruch der Wanderer,

„Der Weg ist das Ziel“, haben wir auf unserer Wanderung zum Sternschnuppenmarkt in diesem Jahr zu Hause gelassen. Stattdessen hatten sich einige Begleiterinnen eingefunden, um auf dem Weg und bei Glühwein und Worscht an unserer Seite zu wandern und die Köstlichkeiten des Sternschnuppenmarkts bei angeregten Gesprächen zu genießen.

Der diesjährige Weg ist in einem Satz zu beschreiben: Treffen am Sportplatz, über Igstadt und Bierstadt vorbei am Apothekergarten durchs Aukammtal und Kurhaus zum Endpunkt vor dem Alten Rathaus.

Doch damit wäre das Ereignis nicht mit der gebührenden Gründlichkeit beschrieben.

Deshalb zurück auf Start:

Wir trafen uns zu unserer Dezember-Unternehmung erst um 13 Uhr, denn wir wollten den Sternschnuppenmarkt in der anheimelnden Atmosphäre der Dämmerung mit den beleuchteten Ständen und Gassen um 16:00 Uhr erreichen. Gerti lieferte ihren Hans ab, während Anne, Gisela und Ellen in Wanderkleidung eindeutige Zeichen gaben, mitzuwandern. Das war ja auch so geplant und erweiterte unsere Gruppe sowohl quantitativ als auch qualitativ.

P1150816

Im vollen Dutzend machten wir uns auf den Weg, gut gelaunt, das Ziel zwar noch nicht vor Augen aber in froher Erwartung auf – sh. oben – Glühwein und Worscht.

Heiner wurde nicht müde, immer wieder nach vorn zu springen, um die Gesellschaft ganz oder teilweise und zuweilen auch bei Sonnenschein im Bild festzuhalten.

P1150817

P1150819

Wobei Karl auch noch die Aufgabe von Martin übernahm und sich vor die Gruppe hockte.

P1150821

So kamen wir nach Bierstadt, dem Namen nach ein köstlicher Ort, ansonsten nix Besonderes – bis auf das Haus Hügelstraße, Ecke Wendelstraße: Jugendstil pur von 1906 wie uns unser Wiesbadener Stadtführer Wolfgang erklärte. Florale Ornamente, Plastizität der Fassaden, das Verhältnis Kaiser Wilhelms II. zum Jugendstil und einiges mehr, all das erzählte uns Wolfgang vor der Fassade des Hauses, derweil Karl augenzwinkernd den Mitwanderinnen erklärte, dass Wandern für uns nicht nur das abspulen von Kilometern bedeutet, sondern auch immer verbunden ist mit Ausflügen in die Kultur. (Ja, wir sind schon eine tolle Truppe.)

Nach dem kulturellen Teil, kamen wir wieder in der Gegenwart an, als die B455 in Richtung Bierstadter Höhe zu überqueren war.

P1150824

Doch schon nach kurzer Strecke verabschiedeten wir uns von der verkehrsreichen Ausfallstraße, gingen rechts ab und kamen am Apothekergarten vorbei. Und nochmals bogen wir rechts ab, hinunter ins Aukammtal, bewunderten die Orangerie, die links außerhalb des Fotos im Rücken der Wolfgangs liegt.

P1150827

Dann wurde es sehr lustig. Wir sahen ein Schild mit der Aufschrift „Zum Gnadenhof“, das reichlich Anlass zu Spekulationen und morbiden Scherzen gab. Selbstverständlich wurde auch dieses Ereignis im Bild festgehalten. (Um diesen besonderen Moment würdig festzuhalten, habe ich mich entschlossen, die Fotos in Schwarz-Weiß zu zeigen.)

P1150830P1150831-002

Im Kurpark angekommen, zeigte Wolfgang, der Gustav-Freytag-Kenner, den unter uns Unwissenden in grandioser Stadtführer-Manier dessen Statue und erwies sich als intimer Kenner von Freytags Geburtsort sowie dessen Leben und Werk. Danach betraten wir aus gegebenem Anlass (eine Treppe hoch, Mädels links, Jungs rechts) das Kurhaus mit dem riesigen Weihnachtsbaum.

P1150837

Nun war es inzwischen 22 Minuten……

P1150836…….vor der von Karl prognostizierten Ankunftszeit auf dem Weihnachtsmarkt geworden und Karl – geschickt wie er ist – gab noch ein paar Anekdoten zum Besten, um ein paar Minuten Zeit zu schinden und die von Rainer und uns allen stets bewunderte zeitliche Punktlandung hinzubekommen. Sogar ein Foto vor dem Kurhaus war noch zeitlich drin, wobei Heiner bei der Wahl des Fotografen offenbar den Linksknick in dessen Pupille nicht erkannt hatte.

P1150842

Und – oh Wunder – als wir den Sternschnuppenmarkt betraten, hörten wir das 4-Uhr-Geläut der Marktkirche. Respekt Karl, du hast es wieder punktgenau geschafft.

Große Wiedersehensfreude dann bei Hans, als er vor dem Alten Rathaus seine Gerti wiederentdeckte und auch für Wolfgang, unseren Stadtführer, gab es ein Wiedersehen mit seiner Angetrauten. Dann erfolgte die Suche nach „Best Worscht“ und „Best Glühwein“ – mit Erfolg – und nettes Beisammensein.

P1150845

Und da wir nicht vernommen haben, dass irgendjemand verloren gegangen ist, sind wohl alle wohlbehalten wieder zu Hause angekommen.

Allen, die dabei waren oder auch nicht, rufe ich zu:

„Frohe Weihnachten!“

IMG_9584-002

Text und letztes Foto mit der  bourbonischen Lilie vor Marktkirche: Heinz, alle anderen Fotos: Heiner

Und zum Schluss: Kleiner Scherz, das mit dem schiefen Foto vor dem Kurhaus. Ganz so schief war es nicht:

P1150842